Das Singen ist für mich ein Schwingen im Gleichklang mit dem Lied.
Die Schwingung eines Raums ist sein Gesang.
Wettbewerbssingen bedeutet oft zu verschwinden in eigener Stimme.
Im Engelsklang und ein Klagelied singt die Natur der Erde.
Singen, um mich selbst zu hören, um mir zu begegnen, in der Komfortzone, der Begrenzung, des Wagemuts und im Glücklichsein über meine Zuneigung zur Musikalität.
Tanzen und Singen in Kombination bringen mich in emotionale Trunkenheit, in euphorische Echtheit und Vitalität. Macht mir eine super geniale Stimmung des Gegenwärtigseins.
Eine dynamisch aufgeweckte Melodie mit unermesslichem Spaßfaktor kann derart fröhlich stimmen, die Sorgen vergessen lassen und die Fantasie beflügeln, dass ich in elanvoller Lustbarkeit meine kleine persönliche musische Fete, wenn mir danach ist, in Gang setzen kann. Ich kann und will den Ohrwurm gerade nicht mehr abstellen! Seht ihr mich auch auf der Bühne stehen?!
Dass wir uns in Wirklichkeit alle lieben, das weiß ich. Aber ich will mit jemandem tanzen und singen, der seine Liebe für mich jetzt leben kann und will. Ohne dass dies gleich eine Liebesbeziehung werden muss.
Singen, um die Schönheit aller Emotionen feiernd zu besingen.
Musik einschalten, gemeinsam mit dem Künstler singen, dazu die Hände von dementen Seniorinnen bewegen, in sensomotorischer Wonne und Erquickung im Zusammenspiel. So können wir am gegenseitigen Zauber Anteil nehmen.

Die Freude am (gemeinsamen) Singen ist für mich wichtiger als das perfekte Treffen von Tönen.
Der Gesang als ein Diamantenkollier, darunter flimmernder Herzschnee, der eine Lawine von enthusiastischen Träumen freisetzt.
Menschen haben ihre eigene Präferenz-Kollektion von Hobbies und/oder Dingen, die ihnen Frohsinn bescheren. Meine Lieblingsbeschäftigung ist es, mit Musik zu träumen und auf diese Weise meine Emotionen zu spüren und wahrzunehmen.
Beim Atmen habe ich ab und zu ein akrobatisches Empfinden, wenn ich sehr hoch singe, mitunter fühle ich mich wie ein Kaskadeur im Stimmlagenspringen.
Wenn ich wie ein mystischer Engel versuche zu singen, bin ich ganz allein am Elfenbeinturm. Ich kann damit Menschen irisieren, „zum Schweigen bringen“, sie flashen, sie ehrfurchtsvoll lauschen machen. Sie sagen, meine Stimme würde wie die eines Kindes klingen. Die menschliche, starke Barbara in mir ist eigentlich ein Mezzosopran. („Und irgendwann bleib i dann dort“ von S.T.S., „Auf uns“ von Andreas Bourani, „We are the world“ von USA for Africa, …). Gerne singe ich sowohl sehr „gmiadliche“ als auch pathetische Lieder.
Beim Singen kommen die unterschiedlichen Stimmfarben, von sehr hell bis sehr dunkel, zu denen ich fähig bin, erst richtig zum Vorschein, wirken mitunter überaus konträr. Sie gehören alle zu mir, das verletzliche Mädchen und die erwachsene Frau, das Gehauchte und das Kraftvolle.
Playback zu singen ist zugleich formales Gebundensein und verwegen frivole Freiheit in der eigenen Interpretation durch Mimik und Gestik. Ein regsames Gesichtsmuskelkonzert, insbesondere durch die poetisch empfindsame Sprachkunst blühender Blicke und durch den empathischen Gefühlstransport der Augen.
So kann ich die Magie eines Liedes für mich einfangen und festhalten durch meinen autonomen Ausdruck. Ich lebe mich dabei oftmals dermaßen stark in die Emotionen hinein, dass es sich so anfühlt, als wäre ich wirklich in der artistisch akzentuierten, kolportierten Situation.
Eine visuell formulierte Feuersbrunst von Koketterie und Coolness, ein sensibles Mich-Zurückziehen in das Märchenschloss im gepanzerten Herzen. Zum Angreifen und unantastbar zugleich.

Ich, am sonnengefluteten Ostersonntag
Manchmal erkenne ich mich in einem Lied, es ist wie ein Widerklang meines Seelenlebens. So werden mir erneut Antworten auf essenzielle Fragen gegeben. Was immer wieder aufs Neue überraschend und erstaunlich für mich ist.
Gott und die Welt singen in jedem Augenblick unaufhörlich liebevoll für uns, doch viele sind in der eigenen Taubheit aus Urteilen, Nörgeln und Jammern gefangen.
Love Songs sind für mich die sinnliche Emphase der ursprünglichsten Seelenausrichtung.
Es sind zahllose Schönheiten, die uns aus dem Paradies geblieben sind …
Ihr Lieben, nochmals frohe und traumhaft entspannte Ostern! Eine Zeit, wie sie eben ist, mit angenehmen und unangenehmen Gefühlen, mit Unbekümmertheit und Melancholie. So war und ist sie jedenfalls für mich.
Einen schönen Start ins Alltagsleben mit allen Verpflichtungen für morgen. Mit achtsamen Ruhephasen.
Ich mache erneut eine kurze Pause, wenn nichts dazwischenkommt, melde ich mich in ungefähr drei bis vier Wochen wieder.
Mit allerschönsten Grüßen und Herzenswünschen,
eure Barbara

