Seidenrouge nah am Herzen – mein „Tränendes Herz“


Unsichtbar und wahrnehmbar,

auf Zehenspitzen und mit samtenen Zauberstab-Händen

betasten und behüten Feenenglein, spürbar

ihre geschmeidig geschminkte Couleur-Cashmere-Welt.

Unaufhaltsam und blitzgeschwind,

im feinen Flitzen mit dem Wind

zaubern sie aus Staub und Asche

exklusive Blütenbroschen, Hochglanz-Gladiolenmaschen,

bringen sie mit achtsamer Energie und liebevoller Berührung

zum Glitzern und in die Freude zurück.

Um in achtsamer Millisekunde innezuhalten

und in transformierter Pusteblume das Licht anzuschalten,

den Ball aus Schirmchen in eine Glitzerfunkenkugel zu enthusiasmieren

und die Seerosen im Teich, in dem sie sich spiegelt,

durch Funkelsensation und unantastbarer Pose blendet.

Ein Himbeerrosa-Dahlienzelt auszuklügeln,

den Eisschimmer des Milchstern-Silberlichts zu beflügeln,

die leidenschaftslos dumpfe Schlummerschicht mit Farbtönung hinzureißen

und der Hintergrund im Schleierkraut wagt den Goldregen-Schritt,

auf der Bühne der korallenrosa Gloriosa preisgegeben zu glänzen,

ein tiefschönes Gedicht im Herzen zu bewegen,

das die lebendige Natur und Natürlichkeit ist.

Eine Berührung, die einen Blick bricht,

eine Berührung, die wie Haferheilsalbe auf der Haut sticht,

ein Ausblick auf eine Berührung als Nadelkissen,

der die Berührung geheim hält,

jedoch die imaginär gerührte Gänseblümchenhaut erwärmt und

den himmlisch farbversierten Zauberanstrich

des regungslos Ausgestorbenen sehnsuchtsvoll bestellt – und – beseelt.

Die Liebe zu allen Blumen und der Segen aller Pflanzen

fließt in jedem Wassertropfen als Konzentrat der Anmut,

um als Schneeglöckchen-durchsichtige Tränentinte über mein Gesicht zu quellen,

mein glitzernder Lidschatten ist aus jenem Blütenstaub des Schneeball-Silberlichts.

Ich male mit Worten in floral großspuriger Utopie eine ganze Welt,

wie mit Lilienlippenstiften in aus der Luft gegriffenen Schaumfarben,

Utopie ist reeller und fühlbarer als bloß illusorisch.

Eine Gefühlswelt, die Wünsche und Träume in den Armen hält, ihre Wiege ist,

bis sie in der Berührung wie Schalenblumen erwachen und aufgehen,

sich wie wiedergeborene Krokusse aus der Knospenkindheit herausschälen.

Um sich schließlich selbst elektrisiert im Spiegel der Erkenntnis zu erblicken,

und im Biss der Selbstverwirklichung tickend

sich selbst wie Feenenglein kometenhaft ins All schicken

und den Pfingstrosenhimmel im Willensfeuer neu kreieren.

Sie tanzen und zeichnen, sich aneinander festhaltend,

mystische Kringel in die Schwingungsluft mit venusischem Temperament.


Das Spiel mit Worten schafft neue Träume.

(Oktober 2007)

Aus meinem Küchenteppich, aus der Vase am Fensterbrett, aus Vorhängen

aus den Kisten am Balkon, aus Federschachteln, Büchern und Tüchern,

aus Bildern an der Wand, Plastikschlangen, Windrädern, Ständern und Kalendern,

aus meiner Kleidung, aus Wiesen und Wäldern

in meinem Haar und an meiner Kette, in meiner Bettwäsche, in Wind und Wetter,

aus Uhr, Schirm, Herz und Hirn

lächeln, hüpfen und lieben Blumen um die Wette.

Ich lächle dankbar und verliebt zurück,

schenke täglich und nächtlich Berührung und Blick,

gestehe: „Ja, ich bin ein Blumenfan.“,

ein Teil von mir würde sich gerne floristisch beschäftigen.

Ein Blumenstrauß ist sanft duftender Heilbalsam für meine Seele,

bringt Licht, Sonne, Buntheit und Optimismus in meine Wohnung –

meine Zauberglöckchen-Traumhöhle.


Dinge zueinander in Beziehung zu setzen – das liebe ich. Nicht nur Blumen und Pflanzen, sondern ein Halstuch zu einer Bluse, Schuhe zu einer Hose, ein Bild zu einer Kommode, Lebensmittel, ein Video zu einem Text – und vieles mehr. Das Ausmaß an Varianten ist unendlich, mein Ideenreichtum, meine Neugierde und Probierlust diesbezüglich ungebremst. Das Spiel mit Farben, Materialien, Größen und Formen, mit Fantasien, Träumen, mit Schönheit, mit Geschmack. Kurzum, mit allem, was man wahrnehmen, mit den Sinnen erfahren kann. Und dies alles mit wenig Geld. Ein freundlicher Raum ist für mich vor allem hell und harmonisch.

Interesse und Fähigkeiten der Stil- und Farbberatung sowie der Innenarchitektur habe ich seit jeher an mir wahrgenommen. Am meisten liebe ich es, mich selbst zu Dingen, Lebewesen und vor allem Menschen in Beziehung zu bringen, ihr Lieben!

(Oktober 2025)

Fröhliches Halloween und

alles Liebe,

Barbara