Wenn deine Augen mit der Stimme des Träumens flüstern,
schreiben und malen meine Lippen Liebesgedichte in die einsame Luft,
opponierend ausgleichende Komposita säusle ich kusslüstern,
er-tonisiere eine heilige Grotte unserer Blicke, modelliert durch visualisierte Lust.
„Das Fenster zum Hof“, von Alfred Hitchcock 1954
Dann sterben all unsere Zweifel in der Sandgruft des Vergebens,
jede Verletzung heilt im Angesicht der vollkommensten göttlichen Mitgift,
wir begegnen IHR – der Liebe, indem wir uns aufeinander projizierend entgegenschweben,
wir überstricken und zerhäkeln IHN, um ihn zu vernichten, unserer Angstflammen Webteppich.
Fernerhin, wir shampoonieren den Regen und geben ihm Balsam zu trinken,
leiten ihn um in die reine Quelle des fruchtvollen Herzensjahreszeiten-Mixdrinks,
wir picknicken auf prätentiöser Meereswelle, unter der wir elastisch verschwinden,
ich brenne für diese Abkühlung, heißkalt geküsst – sich dehnend geschwind.
Du bist humoriger Kontrahent und Luftbefeuchter meines Simsalabim-Trockenshampoos,
mit dem ich dein abstraktes Naturell bezüglich des Traumzwangs pontifiziere,
dir die Insignien meines Herzens einkerbe, das du bewohnst als dienender Pharao,
dich als subjektive Beute meiner Begierde niemals in die Eigenwilligkeit pardoniere.
Bau mit mir die nostalgisch reisende Modelleisenbahn unserer verschmähten Kindheitsträume,
lass uns, mit unseren liebsten Gerichten, zubereiten einen gemeinsamkeitsgenussvollen Raum,
basteln wir uns erdend aus Ton, die leichtblütig wonnevollsten, sternenklarsten Badewannenschäume,
und brennen und kochen und keramisieren wir unseren parisisch philosophischen Kussflaum.
Ein Kuss von mir
ist vertrauensvoll mutig pulsierende Liebe,
verbunden mit knisternden Funken
von Spannung und klirrender Aufregung.
Auf meinem Haupt ein Sternenkranz,
der Kuss spendet uns Sonnenglanz,
Wärme, die unsere Herzen umschließt,
bei geschlossenen Augen hofft er
auf Hypnose einer magisch intimen Begegnung,
auf Glückseligkeit, Behütetsein und Erkanntwerden in
Anklang, Huldigung und Segnung
ohne Versteinerung, Anhaftung und Verklebung.
Ein Kuss kann
dein Leben elektrisieren, magnetisieren, verändern,
seine Nähe kann
deine Traumwelt retten,
umhüllt von seidenen Bändern
will er dich
milde verführen ins Wilde,
dich behutsam und sanftmütig
in den Zauber seiner Liebe einbetten.

Mein Kuss winkt dir zu,
vom anderen Ende der Welt aus,
und deine Lippen drehen sich um …
Mehr sehne ich mich nach einem Kuss,
der in feinfühliger Vertrautheit entsteht,
als in gleißend spektakulärer, zur Schau gestellter
liebestoller Faszination,
die schnell wieder verblasst,
deren Flamme ausgeht.
Anstatt Blütenblätter gierig auszureißen,
die Blume als ganzes Lebewesen
zärtlich wahrnehmen,
die den Sinnen das Fliegen lehrt,
und jenen ihre Geheimnisse
über die wahre Liebe
anvertraut …
aus dem Film „Ein amerikanischer Quilt“ von Jocelyn Moorhouse 1995
Lieben Dank für dieses wundersam einfühlsame, verzaubernde Meisterwerk der Musik, das meine Gefühle eindringlich exakt zu beschreiben vermag, sie genau zu verstehen scheint … den atmosphärischen Duft des Wunschkusses kristallliebkosend haucht, den Himmel auf Erden offenlegt … Erinnerungen an längst vergangene Kuschelstunden mit Großeltern und Babys wachruft … höchste Lautstärke, Augen schließen, genießen und träumen, das gerührte Herz spüren.

Schweigsam kontemplativer Ausdruckstanz mit streichelzartbesaiteten Ballettfüßchen und theatralisch sentimentaler Eiskunstlauf. Fühlen, wie und wer wir alle sind und dieses Gefühl küssen und damit verschmelzen, weinen vor Freude … die Wirkung von Musik ehrfurchtsvoll umarmen, mich davor verneigen, was Musik alles kann …
Himmlisch süß sieht das schneeverträumt gezuckerte Winterzaubergefilde heute aus. Sieht so aus, als ob Frau Holle ihr märchenhaftes Werk vollbracht hat! Die Stadt wirkt ebenso putzig und glücksniedlich wie zahllose Wunderbilder von den kleinen, bunten Dörfchen aus einem Weihnachtskinderbüchlein – seelische Empfindungen glitzern wie romantische Traumtänzerinnen – ach, wie gerne würde ich wieder in den Kindergarten gehen …

Ein glückliches neues Jahr 2026 für euch!
Alles Liebe und Gute,
Barbara
