Das Geschäft mit der Schönheit – Eine Glosse


Es erhitzt und erglüht sie beinahe alle.
Schauspielerinnen, Sängerinnen, Tänzerinnen und die Freundin von nebenan.
Karriere, Selbstwert und ein Schaumgespinst hängen daran.
Und gleichzeitig holt, schränkt und friert es sie ein.
Die Rede ist von Botox, dem Wundermittel, das angeblich die Jugend aktiviert und verlängert.
Und das Alter trotz ebenbürtiger Lebenslänge verkürzt. Frauen attraktiv bleiben lässt?
Aber für wen? Für sie selbst als Feministinnen und/oder die Männerwelt?
Anti Age-Produkte und Schönheitsoperationen boomen – ganz ohne Zweifel – denn wer will sich denn noch reflektiert den vergangenen Lebenserfahrungen stellen, von denen Falten bemerkenswert erstaunliche Geschichten erzählen?
Ein Phänomen der Exposition von oberflächlicher Modelkultur, Filmindustrie, Werbung – definitiv tragisch unterhaltsam.

Injizierte Werthaltungen bringen nicht selten unförmige, groteske Resultate. Auf die oftmals weitere glückshungrige Korrekturen erfolgen.
Nehmen Verjüngungsmittel Damen im reifen Alter auf die Maskenschippe?
Blond- und schwarzgefärbte lange Haare mit Stirnfransen bringen scheinbar selbst bei 70-jährigen das Teenie-Feeling zurück.
Sind Körper- und Geistgefühl sowie die Wahrnehmung und das Gemüt derart beeinflussbar und steuerbar?
Gehört man zu den coolen, potenten Gewinnern, wenn man jung aussieht?
Schönheit liegt im Auge des Betrachters, und ist für jeden etwas anderes, nichtsdestotrotz ist jede Frau, ob mit oder ohne Botoxkur, etwas Besonderes und trägt Stärke in sich, so viel steht fest.

Fernerhin, es gibt keine Definition für das „Gewisse Etwas“, es ist individuelle Ausstrahlung.
Vielleicht sind Emotionen, die sich nicht mehr im Gesicht zeigen, ja Kollaborationen zum Aufbau einer geschminkten Fassade.
Viele Zeitgenossinnen dieses Jahrtausends schwören jedenfalls auf den Bruch mit der äußerlichen Oma-Rolle. Mit 95 Jahren noch ein It-Girl sein, davon kann und will eventuell wirklich Frau im Seniorenheim träumen. Was Fantasie nicht tatsächlich alles möglich macht!
Und hoffentlich entschließt sich die moderne Frau von heute, auch ab und zu über die Mediensklaverei mit Selbstbewusstsein, Antistarre, Stolz über ihre Reife, Ehrlichkeit, Ausdruckskraft und Natürlichkeit, sprich Schönheit drüberzufaszinieren und zu -strahlen!

Pro Authentic Age, liebe deine Unprogrammierbarkeit und sperr‘ dennoch die Sinne auf, damit du deine Selbsttreue nicht mit militantem Fanatismus vertauschst.
Ein Hoch auf die glorreiche Entscheidungsfreiheit!!

Pro ♀.