Abenteuerweltreise: Fotografie


Landschaften sprachen so leutselig lieblich, gesellig einladend und unberührt diskret mit mir,

sodass ich jene in ihrer Kontaktfreude und Aufmerksamkeitsliebe nicht enttäuschen wollte,

ohne nachzudenken beschloss ich das Zeitfenster festzuhalten als Souvenir, als Kuscheltier,

das Gespräch zu erwidern, indem ich atmete, ihren Duft inhalierte, sie waghalsig fotografierte.

Auf buntem Grün ein wankelmütiges Maiglöckchen mit einem Windröschen flirtete,

während eine quirlige Erle sich in hingebungsvollem Protest gegen den Wind aufbäumte,

Bienen, die eifrig um Schäfchen und Blümchen schwirrten

und sich ließen von letzteren bewirten,

und mein Fotoapparat, der staunend knipste, aufblitzte, beflügelt einfing und mitträumte.


Plötzlich sah ich die Welt mit neuen Augen, genauer gesagt durch die Linse meiner Kamera,

schlaferwacht und bewahrungsaufgeweckt, aventürenentfacht in der Schaffenskraft

schoss ich wissbegierig Fotos von Tieren, Spektakeln, Häusern, Monumenten

Pflanzen, und vor allem und von Menschen,

wie sie tränengeziert lachten und weinten, sangen, Pantomime darstellten,

tanzten – Lambada und Samba,

geschminkt und gestylt, mit Clown-Make-up, natürlich und unfokussiert,

gestellt und spontan – alles berührte mich unendlich.

Wenn ich mir die kunstvollen Bildkompositionen und Schnappschüsse

im Nachhinein ansah, wurde mir klar,

wieviel ich durch Hektik im Alltag, durch Gedränge, durch Unpässlichkeit unbewusst übergangen hatte,

wie sehr hatte ich durch die eigene Disposition Löcher in die Luft gestarrt!

Plötzlich erkannte ich Momentanschlüsse, die Feinheiten der Körpersprache, die unausgesprochene Sehnsucht,

zwischen den Zeilen die Luftblase.


Bodennah in der Hängematte liegend beobachtete ich Ameisen auf Korsika,

lauschangriffsklar hatte ich den mysteriösen Ozean am Radar,

tauchen und surfen an idyllischen Erdenplätzen,

temporär ein Abstecher mit Fallschirm im Hitzeakkord in die Sahara –

der Fotoapparat, das Handy – egal ob analog oder digital –

die lebendigen Festplatten der Augenblicksschätze.


Ein Foto zu machen erfordert Zeit, Elan, Interesse, Engagement und Mut,

manchmal entstehen die wundervollsten Bilder

ohne Erwartung, zufällig und ohne viel Aufhebens.

Doch der Drang, sie schießen zu MÜSSEN, um

den Moment nicht zu vergessen beziehungsweise um Fotos herzeigen zu können, erzeugt Druck,

und ich kann den Augenblick nicht mehr zwanglos genießen,

konkret in seiner Schönheit und in seinem Segen.


Brauchen wir Fotos, Bilder und Videos, um zu beweisen,

dass wir noch da sind?

Obschon sie uns die Vergangenheit zeigen,

da wir uns unaufhörlich selbst ersinnen, hervorbringen und wandeln.

Fotografien schenken uns Einblicke in eine frühere Zeit,

fungieren als Zeitcomputer, der beim Anschauen das Wissen von damals screent

und der uns ins augenblicklich Wesentliche des Erlebten teleportiert.

Fotos wirken in unterschiedlichen Lebensphasen oft unterschiedlich

auf uns, indessen wir durch sie lernend und überrascht findend wandern.


Das Leben ist gleichzeitig Berg und Gewässer,

Fotos chauffieren uns in emotionale Höhenrauschbahnen und Tiefentrancegondeln,

die Öffentlichkeit beraubt das Bild eines Menschen oftmals seiner Echtheit,

im Tändelspiel zu verzerren, Gefühle zu manipulieren, mit ihnen im Visier zu jonglieren.

Gezeter und Lametta, hochachtungsvoll oder in VERachtung –

der Ruf und das Ansehen stehen und fallen im Wettstreit.


Anmutige, interessante Fotografien sind nicht Ablichtungen mit perfekten Menschen,

sondern WAHRE Aufnahmen,

die Warzen, Augenringe, Falten und Haare weder kaschieren noch wegretuschieren,

sondern mit ihnen spielerisch interagieren.

Bilder werden überleben, bleiben als Erinnerungsstücke, beispielsweise von Menschen,

an die wir gerne noch denken,

bewegen als Residuum, wenn jene sind vergangen.

Lasst uns das Fotografieren ohne zu zensieren, sprich ohne zu maskieren, spannungsgeladen

im Sonnenlächeln, und nur wenn uns danach ist, ADORIEREN und ZELEBRIEREN!

(aktuelles Ungeschminkt-Foto von mir)

In Irland gediehen und schmunzelten mir Muße, Langmut und Geborgenheit

einst grün entgegen,

das Himmelblau schwebte erdwärts auf mich zu in Momenten

des jugendlichen Glücks durch Freundschaft und gemeinsame Erlebnisse.

Jene schmückten und kolorierten nuanciert fröhliche Fotografien,

entzückten und bezeugten das „Sich-auf-unbekannte-Pfade-Begeben“.

Das Aufwachsen und Reisen mit den Lieben auf Fotos wiederzusehen

sind Freudenereignisse!


„Wer diese Bilder wirklich sieht, dem erzählen sie eine erstaunliche Geschichte. Sie erzählen die Geschichte einer vergötterten und traurigen Frau, die dachte, sich selbst zugleich entkommen und wiederfinden zu können, indem sie sich den Blicken EINES Mannes auslieferte …“. – – –

(„Marilyn, die Unbekannte“ von Patrick Jeudy 2002)

“I just wanna tell you something … I ain’t the kinda girl you thought I was … real, it’s true.” (Marilyn Monroe)

Heartfelt warm thanks to you, Milton G., for showing Marilyn to us the way, she wanted to be seen. Shy but self-determined, with a certain kind of restraint and with natural dignity.

We can reach her in your exceptional photos that are, according to the confidence between Marilyn and you, out of ordinary. Seen through your respectful eyes, Marilyn recaptured her true self, returned to her safety and to her nature heart, you successfully reminded her of these.

She can be serious and funny at the same moment; you obviously revealed that to her. While being photographed Marilyn was the impact of passion, of childlike playfulness, always curious about her effect on people. Because of you she definitely found a new perspective outside the objectification of her body.

With you, dear Milton, she calmed down and seemed to feel relieved, relaxed, authentic, dreamy and deep-hearted. Sincerely compassionate to her, you sensed her with great intuition and thoughtfulness, made her shine softly. In quiet, subtle visuals.

The result is a real artwork of photographing, in which I can see, what the two of you meant to each other. Trustful privacy and highly professional cooperation, holy friendship and love. As a matter of fact, you shared overwhelming creativity and spontaneous fortune and happiness as well as disappointments and separation.

Spending time with you, thereby being a world away from glamour and the reduction to her physical appearance, must have been the secret silent highlights of her life.

I’m sure, she now is aware of that …

…constantly singing to you:

“…

Oh, you can fit me

inside the necklace you got

when you were sixteen,

next to your heartbeat

where I should be,

keep it deep

within your soul …”

Spring is in, ihr Lieben, trotz winterlicher Temperaturen, denn jetzt sind es schon wieder über 2 Jahre, seit ich diese Website habe. Ich freue mich, dass ich entgegen allen Ängsten und Zweifeln immer noch schreibe, mein Seelenelixier zum Fließen bringe durch Worte, Bilder, Videos und die Essenz meiner Träume. Worte sind für mich viel mehr als nur eine bloße Aneinanderreihung beliebiger Buchstaben; ich will mich emotional mit ihnen auseinandersetzen und sie gedanklich in diesem Blog aufrollen und verarbeiten. Den schönsten Lohn dafür finde ich im energetischen Austausch mit euch.

Über Ostern schreibe ich übrigens weiter, schaut gerne wieder vorbei und beehrt meine Website mit eurer Anwesenheit, das würde mich ausgesprochen erheitern und erquicken. 😍🥳

Maybe it would bring clinging spring to me!

Einen individuell weihevollen, gesegneten Palmsonntag übermorgen und alles Liebe,

eure Barbara🌸