Herzensdurchblick
tastfühlend, hellgewahr
bin ich in
optischer Welt der permanenten
Schwarzblende.
Nur
Erzählungen anderer
erzählen mir etwas
davon, wie etwas aussieht.
Ich gehe auf Sinnenexpedition, jeden
Tag: Was ist eine Farbe – reiner
Vorstellungsimpuls!

Ist
alles einfach
irgendetwas bei Blindheit?
Denn wie ein Baum tatsächlich
aussieht – alles bleibt ein Geheimnis.
Was geschieht in den Träumen, basieren
sie auf Energie? Ist aus Reinkarnationen Bewusstsein
vorhanden? Ich glaube, es gibt ein ursprüngliches Wissen.
Seelenuniversal.
Wenn
man ausschließlich
mit dem Herzen
gut sieht, Augen und
Kopf sich von weltlichen Urteilen
ablenken lassen, sind Menschen mit körperlicher
Blindheit dann mehr affin mit deren Herzensbildung?
Begabungsfokusverlagert?
Nachtewigkeit
Sinnenaktivität, tanzt
deine Haut genauso
spürend wie meine? Ich
höre orientierungswillig deine Stimme – überverletzbar?
Nein, ich kenne es nicht anders.
Bitte, kein Mitleid, ich will fühlwissbegierig und
aufrecht durch diese interessante Erfahrungsoption gehen.
Mut erprobend.
Musik
sauge ich
instinktsinnlich und mit
wachem Gehör in mich
hinein –keine Gedanken mache ich
mir über körperliche Ästhetik und Schönheit –
was ist das? Ich bin frei, klarsichtig.
Feinstoffinstruiert.
Das
Angewiesensein auf
das Gefühl lässt
mich unendlich auf dieses
vertrauen.
Ohne
visuelle Täuschungen
erkenne ich mich
als ein Teil der
Natur. Eine Stimme allerdings kann
auch auf Irrwege führen, schwierige Gefühle
sind ein selbstverständlicher Teil von mir. Durch
meine Einschränkung lebe ich innenperspektivisch, atmosphärisch und empfindungskenntnisreich.
Wesentlichkeitsbezogen.

Wirkt
emotionale Blindheit
wie eine Mangelerscheinung?
Selbstverletzend, gedankenstarr und herzverlassen?
„Wenn Liebe blind macht.“ oder
jemand „blind vor Wut“ ist, hat
er seine sensorischen Kompetenzen, seine Fähigkeit,
in der Dunkelheit sehen zu können, überstrapaziert?
Zurückgelassen?
Blindheit
lehrt das
abenteuerlich tiefsinnige Wunderaugenexperiment –
das Gleiten im Sternenlicht –
dunkelheitsehrend.
