Cuttie: „Mir wurde so viel angetan. Ich trenne mich von meinen Mitmenschen, als deren Opfer ich mich fühle. Das, was die machen, könnte ich nie tun, ich könnte nie so brutal und unsensibel sein.
Connie: „Bist du dir da sicher? Glaubst du nicht, dass du ebenfalls in Situationen kommen kannst, in denen deine Gefühle und Handlungen aus dem Gleichgewicht geraten?“
Cuttie: „Menschen tun derart furchtbar entsetzliche Dinge. Manche von ihnen werden zur Rechenschaft gezogen, andere nicht. Die wirklichen Psychopathen leben oftmals straffrei und sind sogar angesehen in der Gesellschaft.“
Connie: „Bist du in der Lage, dir vorzustellen, was sie innerlich fühlen? Du lebst nicht in ihrer Haut, weißt nicht, wie es für sie ist, sich von der Liebe in ihren Herzen entfernt zu haben. Mitgefühl für jene zu generieren führt dich zum Mitgefühl für deine eigenen unbewussten, verdrängten Anteile.“

Cuttie: „Aber viele Menschen sind schlecht, eifersüchtig, hinterhältig, totalitär, verräterisch – ich halte ihre Aura kaum aus. Bei den meisten Leuten kann ich nicht ich selbst sein. Wenn ich in einer klaren, selbstbewussten Stimmlage sprach, haben Menschen so heftig und herrschsüchtig auf mich eingeredet, haben versucht mich einzuschüchtern und mundtot zu machen, sodass meine Stimme erneut ganz unterdrückt und hell wurde. Des Öfteren habe ich mein Licht zurückgehalten, weil mich andere nur dann akzeptierten, wenn ich schüchtern und unauffällig war.
Ich dachte, falls ich stark wäre, wäre ich schlecht, hässlich, unausstehlich und eine Zumutung. Überdies ist es so schwierig, in seine Stärke zu kommen, dieselbige zu spüren, wenn man extrem eingeschüchtert ist. Durch diese Ohnmacht gerate ich immer wieder in das Bewusstsein, in die irrtümliche Dynamik, dass die Menschen im Grunde schlecht seien. Zumal ich mich in mir gefangen fühle und mein authentisches Selbst nicht ausdrücken kann.“
Connie: „Bemerkst du, wie du dich über beziehungsweise unter sie stellst? Muss es überhaupt so sein, dass es irgendeine Relevanz für dich hat, was andere von dir denken? Wobei, wenn es jetzt so für dich ist und sich unausweichlich für dich anfühlt, dann ist es so und hat seine Berechtigung, das respektiere ich.
Hinzukommend ist das, was du an anderen verteufelst, genau das, wovor du in dir selbst die größte Angst hast. Durch diese Schattenprojektionen entsteht eine gemeinsam kreierte Aura, die den Bogen überspannt und sich in überspitzter Form Luft macht. Auf diese Weise ufern Interaktionen erst recht aus und werden übermäßig strapaziös.
Von Herzen wünsche ich dir einen gelösten Blickwinkel, dass du deine Wunden heilen kannst und das geht ausschließlich über die Liebe, dir selbst und der Welt gegenüber.

Ein wundervolles Ziel könnte es sein, dass du lernst, du selbst zu sein, egal, was andere darüber denken. Dass du mit dir im Reinen bist und in dir ruhst. Du ziehst negative Reaktionen umso mehr an, je mehr Angst du davor hast, du selbst zu sein und dafür abgelehnt zu werden.
Bewahre dir deine Klarheit, sie ist ein Geschenk. Keinesfalls bist du unausstehlich, jede Seele ist eine traumhaft schöne Wundergestalt – auch du!! Dein Selbstbewusstsein ist dein Bekenntnis dazu.
Des Weiteren hast du keinen Stress in deiner Entwicklung, genauso wie du augenblicklich bist, bist du richtig und gut.“
Cuttie: „Soll das heißen, dass ich an allem schuld bin? Ich hab weiß Gott genug durchgemacht und versuche lediglich, mich zu schützen, toxische Menschen aus meinem Leben zu verbannen.“
Connie: „Du bist an nichts schuld. Jede Seele ist tief drinnen so unschuldig und still wie ein Veilchen. Vielleicht kannst du damit aufhören, dir selbst und anderen Vorwürfe zu machen und zu verstehen versuchen. Natürlich glaube ich dir, dass du viel Schmerz erlebt hast, obwohl, wenn du andere dafür verantwortlich machst und dein eigenes Mitwirken, deinen Einfluss respektive deine Verantwortung ausschließt, erzeugst du für dich den größten Schmerz.
Jede Aktion führt zu einer Reaktion, auch wenn diese Gleichgültigkeit ist. Fällt dir auf, wie weh das tut, wenn du andere als toxisch bezeichnest? Damit erhöhst du dich selbst automatisch und erniedrigt jene. Du bist nicht mehr in der Liebe.“
Cuttie: „Zugegeben, es ist leidvoll für mich, mich abzuschneiden, abzusondern und abzuspalten, mit eigenem Vertrauen so sparsam umzugehen. Dennoch ist diese Skepsis eine Vorsichtsmaßnahme, der einzige Weg, den ich mir auszumalen vermag, um nicht neuerlich manipuliert, benutzt, beherrscht und verletzt zu werden.
Teilweise fühlt es sich so an, als ob mein Herz erstarrt, sich verkrampft und ganz fahl und stumpf wird. Darüber hinaus fürchte ich mich vor geballter Blindwütigkeit in mir selbst und in anderen.
Immer wenn ich im Leben etwas bekommen wollte, reichten ein missgünstiges Wort, ein kritischer Blick oder ein spöttisches Lachen von einem Mitmenschen und meine Stärke war lahmgelegt. Abhängigkeit und Labilität machten sich breit. So konnte ich nie meine Erfahrungen machen oder meine Wünsche erfüllen, und fühlte mich vom Ansinnen anderer gequält, nebstdem um mein Lebensglück betrogen. Während jene Übeltäter über mir triumphierten, eine Genugtuung verspürten.“
Connie: „DER ANDERE – DAS KÖNNTEST DU SEIN – UND DU – DAS KÖNNTE DER ANDERE SEIN.
Was nicht heißt, dass du mit diesen Menschen Kontakt suchen musst. Manchmal ist es wichtig, auf Distanz zu gehen, wenn man zu sich finden will.
Hingegen die Vergebung, das DICH-IN-SIE-HINEINVERSETZEN sind der Pfad, Ruhe, Gelassenheit und insbesondere inneren Frieden sowie spirituelle Wahrheit zu finden.
Keiner ist als aggressiver, böser Mensch geschaffen worden, du darfst dir diese Erkenntnis zurückerklettern und das Vertrauen in deine Gefühle wiedergewinnen.“
Cuttie: „Warum trennt unser gemeinsamer Kopf uns beide dann in Gegensätze, Cuttie und Connie, wenn wir eigentlich alle so super eins und verbunden sind?“
Connie: „Weil er im Sternzeichen ein Zwilling ist!! 😍
Erquickendes Zuzwinkern, das sollte ein ersprießlicher Witz sein!
Jeder Mensch hat übrigens den Einfluss aller Tierkreiszeichen in sich, unabhängig davon, wo seine Planeten stehen.

Unser Kopf sucht nun mal nach Erklärungen, der Verstand findet sie, indem er die Extreme auslotet, die Ecken und Kanten abfeilt, die geistigen Feinheiten nivelliert, die seiner inneren Wahrheit entsprechen, die er im Schreiben oder mithilfe weiterer künstlerischer Ausdrucksformen aufdröseln kann. Wohingegen das Herz seine Kreativität daraus schöpft, dass es ins Fühlen geht. Meine Bestrebung ist es, Kopf und Herz zu verknüpfen.
Von dir hab ich im Übrigen gelernt, dass ich mich TRENNEN darf, dass es aufgrund der Verschiedenartigkeit der Menschen nicht möglich ist, allen nahe zu sein und Beziehungen zu ihnen zu pflegen, auch wenn es die eigene Familie betrifft. Blutsbande sind nicht bedeutsamer als der Seelenfriede und die Treue mir selbst und meinem Auftrag gegenüber, mein authentisches Ich zu leben. Obschon wir alle für immer verbunden bleiben. Die Möglichkeit, so erleuchtet zu werden, dass wir selbst mit den destruktiven Energien anderer umgehen können, wohnt uns allen inne, doch ist es kaum ratsam, sich diesbezüglich unter Druck zu setzen.“
Cuttie: „Nichtdestotrotz, bitte sag mir, was soll ich tun, wenn Menschen darauf abzielen, meinen Selbstwert und meine Würde zu entehren, mich zu unterdrücken, mir mein Glück zu rauben? An diesem brennend schauerlichen Zustand ist nichts zu beschönigen, ich kann mich in ihn nicht akklimatisieren.“
Connie: „Als Erstes stell dir selbst die Frage: Tun sie es wirklich oder sind das deine Ängste? Vor Begegnung, davor, zu spüren, dich auf zwischenmenschliche Kommunikation einzulassen, im Lebensfluss zu sein? Und wenn es tatsächlich so ist, dass Menschen deine Grenzen verletzen, dann beobachte deine eigenen Emotionen und dein Verhalten, zudem was dich triggert und warum. Nimm es an, es darf da sein, umarme es und bring es in die Heilung, ohne zu urteilen.
Fürwahr, du musst dies nicht mit dir geschehen lassen, selbst wenn du möglicherweise in der Vergangenheit keinen anderen Ausweg gesehen hast, muss es nicht auf Dauer so weitergehen. Ebenso wie du kein Opfer bist, bist du auch kein Täter. Obschon du in einer „Selbstläufer-Gedankenkette“ warst oder bist. Manchmal gelingt es hier STOP zu sagen, ab und zu allerdings nicht. Es geht um die Unterschiedlichkeit der Erfahrungen.
Keiner kann in diesem Moment anders sein, als er es gerade ist, auch du nicht.
Jeder einzelne Moment ist vorbestimmt, wenn wir geboren werden, wissen Gott und wir bereits, was passieren wird und wie es ausgehen wird. Wann uns welcher Gedanke zugänglich sein wird, wann wir bezüglich unserer Erfahrungen startklar sind, um gewisse Entscheidungen zu treffen. Wobei wir in jeder Sekunde Entscheidungen treffen, durch unser alleiniges Dasein ein unverwechselbares, einzigartiges Statement setzen. Die Welt ist keine Besserungsanstalt, sondern ein sagenhaft grandioser, ergreifender Schöpfungsprozess, eine Spielwiese für die Engelsblumenkinder Gottes, für lebenshungrige Lichtzünder, die wir alle sind.
Du hast die Macht darüber, wie du anderen gegenübertreten willst, wie du sie sehen möchtest. Weiters kannst du darauf achten, wie du etwas ansprichst, was dich stört.
Ob du den Schatten, der dich triggert, in dir selbst erkennst und annimmst. Erst dann, wenn du das Dunkle, Schattenvolle in dir selbst integriert hast, kannst du wahre, tiefe, verstehende und verzeihende Liebe fühlen und leben. Andernfalls wirst du weiterhin unbewusst projizieren, urteilen und auf der Flucht vor Schattenanteilen in dir selbst und in anderen bleiben. Es gibt noch eine Komponente, einen Gesichtspunkt, dies differenziert zu betrachten. Wenn du das Negative total ausschließt und verleugnest, Erdung und Bodenhaftung dir fehlen, du als idealisierendes Engelein immer auf Wolke sieben schwebst, kann es geschehen, dass deine Spiritualität eine gewisse Seichtheit hat und dass infolgedessen das Leben dich auf die Probe stellen wird mit Situationen, die auf dich zukommen können, in denen deine Tiefe, deine Wutkraft und dein wahrhaftiges Mitgefühl für tiefgreifenden Schmerz gefragt sind. In Wirklichkeit sind wir zwar Engelein, doch die Erfahrung mit der Dunkelheit ist ein untrennbarer Teil des Lebens auf der Erde, den es anzuerkennen gilt, dem du dich stellen darfst.“
Cuttie: „Connie, eine Frage hab ich noch … wollen wir Freundinnen sein? Ferner könnte unsere Chefin, deren Kopf und Herz wir bewohnen, einen weiteren Schritt in Richtung selbstverbundene, daneben sich verbindende Harmonie und Echtheit tun …“
Connie: „ ❤️ 💛 💚 Connecticut 🏝️🏖️👩❤️💋👩.“
Quellfrische, verschiedengestaltige Lebensentfaltungsgrüße
und charmeverzückte, frosttauende Fensterrosenküsse,
eure Barbara 🌹
